Der T4D-M (LVB-Typ 33c/d) ist ein vierachsiger Hochflurtriebwagen auf Drehgestellen. Er hat eine Länge von 14,95 Metern und eine Breite von 2,20 Metern. Die Höchstgeschwindigkeit beträgt 55 km/h. Die Bauzeit fand in den Jahren 1968-1988 bei ČKD Tatra in Prag statt. Er hat 28 Sitzplätze und 50 Stehplätze. Im Einsatz waren 597 Triebwagen, heute sind noch etwa 30 im Einsatz.
 
Der B4D-M (LVB-Typ 67b) ist ein vierachsiger Hochflurbeiwagen auf Drehgestellen. Er hat eine Länge von 14,95 Metern und eine Breite von 2,20 Metern. Die Bauzeit fand zwischen den Jahren 1968 bis 1988 bei ČKD Tatra in Prag statt. Er hat 28 Sitzplätze und 53 Steh-plätze. Im Einsatz sind keine Beiwagen mehr.
 

 

 

 
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Durch einen Beschluss des Ministeriums für Verkehrswesen der DDR im Jahr 1965, wurde beschlossen, ab 1967 nur noch Straßen-bahnen in der Tschechoslowakei bei ČKD Tatra zu kaufen. Ins Auge fasst man den T3, der aufgrund seiner Wagenkastenbreite von 2,50 Meter jedoch nicht auf allen Netzen problemlos eingesetzt werden konnte. Lediglich in Schwerin und Karl-Marx-Stadt (heute Chemnitz) war das möglich. Für alle anderen Betriebe, die Neuanschaffungen planten, wurde der T4D mit einer Wagenkastenbreite von 2,20 Meter entwickelt. Dazu der passende Beiwagen vom Typ B4D.

 

Am 31. Dezember 1968 traf der erste Triebwagen, die Nummer 1601, ein. Den ersten Linieneinsatz schaffte der Triebwagen 1611 auf der Linie 27. Gebildet werden konnten T4D+B4D (Zug), T4D+T4D (Traktion) und T4D+T4D+B4D (Großzug). Um nur mit einem Strom-abnehmer pro Wagenzug zu fahren, statt zwei angelegten, wie in anderen Betrieben, wurde nach Lösungen gesucht. Vor allem, weil die elektrischen Weichen durch Fahrleitungskontakte gesteuert werden und wegen der Sicherungstechnik für eingleisige Abschnitte. Die Lösung war, dass die Kontakte auf den Kupplungen so verändert wurden, das der Strom für die Traktionsbildung über die Kupplung läuft und somit mit nur einem angelegten Stromabnehmer gefahren werden kann. Der erste Großzug konnte nun am 11. August 1970 auf Linie 27 in den Betrieb gehen. Mit 597 Triebwagen und 273 Beiwagen hatte der VEB die größte ausgelieferte Straßenbahnserie Deutschlands, aber auch die meisten Tatrawagen vom Typ T4D.

Mitte 1991 begann die Modernisierung eines T4D und B4D in der Hauptwerkstatt Heiterblick. Die Wagenkasten wurden grundsaniert, erhielten neue Technik und ein modernes Aussehen. Dazu gehören beispielsweise automatische Zielfilme und Haltestellenanzeigen- und -ansagen, aber auch Klapp- und Schiebefenster und gepolsterte Sitze. Die Fahrerkabine erhielt zudem eine Klimaanlage. Am 16. März 1992 wurde im Betriebshof Paunsdorf die erste modernisierte (Doppel)Traktion aus zwei Triebwagen präsentiert, der Beiwagen folgte am 16. Juli - in den damaligen Unternehmensfarben olympiablau und elfenbein. Bis 1998 wurden 166 Triebwagen (2030-2099 und 2101-2197) und 45 Beiwagen bis 1998 modernisiert. 1996 bis 2002 wurde bei alle T4D-M eine Rückfahrsteuerung eingebaut. 1997 bis 2006 wurden dann fast alle Trieb- und Beiwagen der neuen Lackierung enzianblau und melonengelb angepasst. 2001 modernisierte man erneut die T4D und sie erhielten im Fahrgastraum statt dem braunen einen hellgrauen Anstrich mit dunkelblauen Sitzpolstern.

Um die Vandalismusschäden Anfang des neuen Jahrtausendes zu reduzieren, begann man 2001 in den B4D-M der Einbau von Video-überwachung. Danach folgten die T4D-M. 2001 bis 2002 wurden die Drehgestelle mit Lärmschutzschürzen verkleidet, um den Außenlärm zumindern. Ab 2002 bekann der Einbau von Ticketautomaten - anfangs nur Geldkarte, ab 2007 mit Münzen.

Obwohl man dachte, im Januar 2010 den letzten T4D-M hauptuntersucht zu haben, ging es im Herbst 2012 mit weiteren HU weiter, da man, nach wie vor, auf die Tatrawagen angewiesen ist, die mindestens bis 2021 noch rollen. Alle übrigen B4D-M wurden im November 2012 ausgemustert. Um weiterhin Großzüge bilden zu können, wurde ab dem 22. August 2011 eine Dreifachtraktion aus drei Trieb-wagen getestet, wo auch hier nur mit einem angelegten Stromabnehmer gefahren wird. Insgesamt wurden 12 Großzüge dafür um-gerüstet. In den vergangenen Jahren kam es zu vielen Verkäufen von T4D-M in die Ukraine. Durch Probleme der Antriebstechnik der neuen NGT10, sind vermehrt wieder Tatrawagen im Einsatz.

Zum Einsatz kommen die T4D-M auf den Linien 1, 3, 7 und 8.

 
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