GESCHICHTE

Im Jahr 2002 plante man die weitere Modernisierung der Tatrawagen in Leipzig. Man schaute sich auch nach Straßenbahnwagen mit einem Niederflurteil um. Man überprüfte sie auf ihre technische und finanzielle Umsetzung. Das Ergebnis zeigte, dass ein kompletter Neubau wirtschaftlicher sei als ein Umbau. Und so entschlossen sich die Leipziger Verkehrsbetriebe eine eigene Straßenbahn zubauen. Am 17. Februar 2003 war der Tag, als die LVB ihrem Tochterunternehmen, der Leipziger Fahrzeugservice-Betriebe, den Auftrag zum Bau von zwei sechsachsigen Straßenbahnwagen gab. In einer Rekordzeit von weniger als einem Jahr wurde der NGTW6 geplant und produziert. Am 20. September 2003 wurde der NGTW6 mit der Wagennummer 1301 erstmals der Öffentlichkeit auf dem Bushof Lindenau - einem Ort, wo bereits über 500 Straßenbahnen gebaut wurden - präsentiert. Am 20. Dezember selben Jahres lud er zur Premierenfahrt die Leipziger und Gäste ein. Anfang 2004 fanden Probefahrten durch das Schienennetz statt, wo beide Fahrzeuge auf Herz und Nieren getestet wurden. Schließlich konnte am 1. Juni 2004 die Wagen 1301 und 1302 auf Linie 11E in den Einsatz gehen. Am 21. Dezember 2004 gab die Leipziger Verkehrsbetriebe dem neugegründeten Unternehmen (damals LEOLINER Fahrzeug-Bau Leipzig) den Auftrag bis 2008 rund 30 Fahrzeuge diesen Typs zubauen. Im Frühjahr 2005 begann dann der Bau der ersten Serie des NGTW6. Pünktlich zum Nikolaus am 6. Dezember gleichen Jahres konnte der erste Serien-NGTW6 mit der Nummer 1303 der Öffentlichkeit vorgestellt werden. Nachdem die ersten beiden neuen Fahrzeuge (1304+1303) ihre Zulassung erhielten, wurden sie am 22. April 2006 auf Linie 7 das erste Mal auf Tour geschickt. Im Juni 2009 wurden 18 weitere NGTW6 bestellt, welche bis zum Sommer 2011 ausgeliefert sein sollen. Bereits am 7. Mai 2010 waren die beiden Fahrzeuge (1334+1333) der zweiten Serie auf Linie 15 im Einsatz.

Grafik: Leipziger Verkehrsbetriebe (LVB) GmbH                   

Als die Leipziger Verkehrsbetrieben (LVB) GmbH und die SIEMENS Transportation Deutschland gemeinsam die Leipziger Fahrzeug-Service Betriebe (LFB) GmbH einer Tochtergesellschaft gründeten, hatten beide Konzerne jeweils 50 % Anteile. Die LVB und LFB wollten gemeinsam mit SIEMENS den Leoliner bauen und vermarkten. Als SIEMENS berichtete, sie wollen Leipzigs Leoliner neben ihren Combinos in den Prager Werkstätten bauen, entschied sich die Leipziger Verkehrsbetriebe gegen den Wunsch und die Zusammenarbeit für den Leoliner-Bau zerbrach. Sie suchten nach einem neuen Partner, die gemeinsam mit ihnen die ostdeutsche Straßenbahn bauen. Die Ausschreibung wurde europaweit gestartet, fünf Konzerne meldeten sich. Die "KIROW Leipzig KE Kranbau Eberswalde AG" erhielt den Auftrag und überzeugte. Am 25. Januar 2006 unterschrieben die Geschäftsführer der LEOLINER Fahrzeug-Bau Leipzig GmbH und KIROW Leipzig AG den Vertrag mit Rückwirkung zum 1. Januar 2006. An diesem Tag verkauften die Leipziger Verkehrsbetriebe GmbH 51 % ihrer Geschäftsanteile an den neuen Partner. Schrittweise bis zum Jahr 2012 wollen die LVB GmbH nur noch 10 % Anteile besitzen. Am 1. Oktober 2007 wurde die "LEOLINER Fahrzeug-Bau Leipzig GmbH" in "HeiterBlick GmbH" umfrimiert.

Grafik: HeiterBlick GmbH                    z.Z. kein Original.

Die Firmenlogos der Leipziger Fahrzeug-Servicebetriebe GmbH und KIROW KE Kranbau Eberswalde GmbH wurden kopiert und sind somit nicht die originalen Logos.