Der Straßenbahnhof Dölitz liegt im Ortsteil Dölitz, südöstlich der Stadt und zur Stadtgrenze, an der Bornaischen Straße und wurde im Jahr 1900 eröffnet. In diesem Jahr errichtete die Große Leipziger Straßenbahn (GLSt) eine 100 Meter lange Wagenhalle aus Holz mit Klinkermauerwerk. Sie besaß sechs Gleise und wurde als "Wagenhalle I" bezeichnet. Ein Verwaltungsgebäude stand bereits auf dem Gelände, das zuvor von jemand anderem genutzt wurde. Zwölf Jahre später erfolgte der Bau der "Wagenhalle II" in Stahlbetonweise mit 100 Metern Länge und zehn Gleisen. Ausgebildet war der Bau mit zwei Hallenschiffen zu je fünf Gleisen. Beteiligt war hier die Leipziger Firma MAX POMMER, die sich auf Stahlbetonbau spezialisiert hat. Neben der zweiten Halle erfolgte dann 1923 noch der Bau der "Wagenhalle III" in Holzbauweise mit zwei Gleisen. In den kommenden Jahren gab es keine großen baulichen Veränderungen. Geplant war die Erweiterung in östlicher Richtung zur Zwickauer Straße. Auch ein Omnibushof wurde entworfen, aber nicht umgesetzt.
Das Gelände und weitere Teile des Ortsteils sollten dem Braunkohleabbau übergeben werden, doch in den 1970er Jahren wurde dann bekannt, das dem nicht so sei. 1982 fand der Ausbau der Betriebswerkstatt in der "Wagenhalle II" statt, dazu gehörte auch eine Waschanlage. Die "Wagenhalle III" wurde wieder abgebrochen, die zwei Gleise blieben erhalten, und an dieser Stelle wurde 1983 eine Freiabstellanlage mit sieben Stumpfgleisen angelegt. Ein Jahr später wurden sie dann an die Umfahrung des Betriebshofs angeschlossen. Weitere Anbindungen erfolgten in den kommenden Jahren. Die hier endenden Linien drehten nun eine Runde um den Betriebshof und mussten nicht mehr das Gleisdreieck nutzen.  Die Leipziger Verkehrsbetriebe erarbeiteten Anfang der 2010er Jahren ein Konzept über die künftige Aufteilung der Betriebshöfe. Dazu gibt es ein Trias aus drei Betriebshöfen, zudem auch Dölitz gehört. In den Jahren 2014 bis 2016 wurde der Betriebshof komplett umgebaut. Die "Wagenhalle I" wurde bis auf ein Teilstück abgerissen. Erhalten wurde die Einfahrt mit Holzträgern, Mauerwerk und Satteldach, damit das jahrzehntelange gewohnte Ensemble erhalten bleibt. An dieser Stelle wurde eine Freiabstellanlage mit zwölf Gleisen errichtet. Ausfahrt erfolgt über das erhaltene Teilstück. Die "Wagenhalle II" wurde entkernt und saniert, unter anderem die Betriebswerkstatt entfernt und die Gruben verfüllt. Hier befindet sich nun eine Abstellanlage für Omnibusse, die Ende der 1930er Jahre geplant wurde. Anstelle der alten Freiabstellanlage steht hier nun eine Betriebswerkstatt mit zwei Gleisen und einem Außengleis für die Umfahrung des Betriebshof und endenden Linienfahrzeugen. Während der alte Betriebshof drei Einfahrten und vier Ausfahrten hatte, verfügt der neue über jeweils zwei Ein- und Ausfahrten auf die Bornaische Straße. Der Betriebshof Dölitz verfügt nun über zwölf Gleise für die Abstellung von Straßenbahnen, waren es zuletzt noch 22 Gleise.
 
Beheimatet sind folgende Linien: TRAM 10, 11 und 16 - und folgende Fahrzeugtypen: T4D-M, NB4, NGT8 und NGT12.
 
Die Bilder sind aus dem Jahr 2007. Update im Winter/Frühling 2018.
 
                       
 
Der Straßenbahnhof Dölitz gehört zum Trias der LVB-Straßenbahnhöfe. Dazu gehören auch die Betriebshöfe Angerbrücke und Heiterblick. Es sind die drei modernsten Betriebshöfe der Leipziger Verkehrsbetriebe.

Der Betriebshof ist zu erreichen: TRAM-Linie 11 bis Haltestelle Dölitz, Straßenbahnhof.

 
 
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