Die ersten Arbeitswagen gab es mit Inbetriebnahme der Elektrischen Straßenbahn im Jahr 1896. Meistens wurden ehemaligen Triebwagen aus dem Linienverkehr zu Dienstwagen umgebaut. Die Beiwagen entstanden ebenso aus ehemaligen Beiwagen oder auf Fahrgestellen und Fahrgestellrahmen nicht mehr genutzter Fahrzeuge und wurden zu Loren umgebaut, wie die Beiwagen der Arbeits-wagen heißen. Aber auch Eigenbauten wurden hergestellt. Zwischen den Betriebshöfen fand viele Jahrzehnte bis 2013 ein inner-betrieblicher Verkehr von Straßenbahnteilen statt, zum Beispiel Drehgestelle und Fahrmotoren. Bis Mitte der 1990er Jahre wurden zuletzt Gotha- und Rekotriebwagen eingesetzt. Darunter zählt der Triebwagen 5080. Er war von 1997 bis 2014 im täglichen Einsatz für die Hauptwerkstatt Heiterblick als Rangiertriebwagen. Es ist jedoch kein Leipziger Fahrzeug gewesen, sondern stammt aus Berlin (Arbeitstriebwagen 721 047 ex 217 263 ex 5064). Bei einer Hauptuntersuchung 2005 erhielt das Fahrzeug eine neue Farbgebung aus petrol und lichtgrau, den Firmenfarben der LVB-Tochter IFTEC, die für Schienenwege und Fahrzeuginstandhaltung zuständig ist. Vorher war er in elfenbein und dunkelgrün mit einer schwarzen Bauchbinde gehalten. Anfang 2014 wurde dann die dienstälteste Leipziger Straßenbahn ausgemustert und diente als Ersatzteilspender für Vereinsmitglieder des Straßenbahnmuseums. Im Juli 2014 wurde der ehemalige Rangiertriebwagen 5080 ins Espenhain verschrottet.
 

 
Im Jahr 1999 ersetzten die vierachsigen Tatrawagen die zweiachsigen Arbeitstriebwagen. Dafür wurden unter anderem drei Trieb-wagen des Typs T4D verwendet und in den Farben elfenbein und dunkelgrün mit schwarzer Bauchbinde lackiert. Sie wurden sowohl für den Transport mit Loren, aber auch für Personalfahrten von und zur Hauptwerkstatt Heiterblick eingesetzt. 1995 und 1996 wurden fünf offene grüne Loren auf Gotha-Fahrgestellen mit den Wagennummern 5541 bis 5545 gebaut. Eingesetzt wurden die Triebwagen 5031 ex 1896, 5032 ex 1932 und 5033 ex 1940 in elfenbein und dunkelgrün mit schwarzer Bauchbinde. Sie erhielten 2001 eine neue Farbgebung. Elfenbein blieb, die Plattformschürzen grau und der mittlere Teil sowie teilweise der Dachkranz erhielten folgende Farbgebung: Triebwagen 5031 gelb, Triebwagen 5032 rot und Triebwagen 5033 rosa. Im Volksmund wurden sie "Schwule Straßen-bahn" aufgrund ihrer bunten Vielfalt genannt. 2004 bis 2006 fand eine Hauptuntersuchung statt und ihre Farbgebung wurde erneut geändert: 5031 in braun/gelb, 5032 in petrol/lichtgrau und 5033 in dunkelrot/weiß. Bei den Arbeitstriebwagen war immer eine Lore dabei. Ein Triebwagen eine Lore und zwei Triebwagen zwei Loren. Meistens fuhren 5032+5033 und 5031 war Reserve. Am 20. März 2013 waren die T4D letztmalig im Einsatz, da der Transport an den Straßenverkehr übergeben wurde. Bis dato sah man im Stadtbild noch regelmäßig Altbautatras, während sie 2006 im Personenverkehr ausgemustert wurden. Im Juli 2014 wurde alle drei Triebwagen in Espenhain verschrottet.
 
 
Die offenen Loren wurden 1995 bis 1996 auf ehemaligen Fahrgestellen und Wagenkastenrahmen von Gothawagen gebaut und erhielten einen grünen Anstrich. Die fünf Beiwagen besaßen die Wagennummern 5041 bis 5045. Am 20. März 2013 hatten sie ihren letzten Einsatz hinter Triebwagen des Typs T4D und waren damit auch die letzten zweiachsigen Dienstbeiwagen der Leipziger Straßenbahn.
Im Gegensatz zu den Triebwagen sind alle Loren noch vorhanden.
 
 
Für Probefahrten von Trieb- und Beiwagen der Leipziger Verkehrsbetriebe, hatte die Tochter IFTEC die Triebwagen 2079 (T4D-M) und 5050 (NFTW4) von 2006 bis 2011 im Besitz. Durch den Umbau des Triebwagens 5050 zum Schienenschleifwagen (5091) diente er nicht mehr länger als Testfahrzeug. Beide Triebwagen ersetzte der neue T4D-M 5034 (ex 2083) bis Juli 2015. Nachfolger ist nun der T4D-M 2082, der auch die Wagennummer 5034 erhielt, aber ohne IFTEC-Logo am Bug.
 
 
 
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