Der T6A2 (LVB-Typ 35) ist ein vierachsiger Hochflurtriebwagen auf Drehgestellen. Er hat eine Länge von 14,50 Metern und eine Breite von 2,20 Metern. Die Höchstgeschwindigkeit beträgt 55 km/h. Die Bauzeit fand in den Jahren 1988-1991 bei ČKD Tatra in Prag statt.
Er hat 28 Sitzplätze und 49 Stehplätze. Im Einsatz sind keine Triebwagen.
 
Der B6A2 (LVB-Typ 67) ist ein vierachsiger Hochflurbeiwagen auf Drehgestellen. Er hat eine Länge von 14,50 Metern und eine Breite von 2,20 Metern. Die Bauzeit fand in den Jahren 1989-1991 bei ČKD Tatra in Prag statt. Er hat 29 Sitzplätze und 55 Stehplätze. Im Einsatz sind keine Beiwagen.
 

 
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Die Leipziger Verkehrsbetriebe haben im Jahr 1988 neue Tatrawagen des Typs T6A2/B6A2 gekauft. Dabei handelt es sich um
28 Triebwagen und 14 Beiwagen, die zu 14 Großzügen (Triebwagen + Triebwagen + Beiwagen) gekuppelt werden konnten. Am
20. Oktober 1988 traf in der Hauptwerkstatt Heiterblick der erste T6A2 in der Farbgebung rot/weiß ein, da er vorher auf einer Messe in Brünn ausgestellt war. Er erhielt die Wagennummer 1001. Am 26. Januar 1989 traf der Triebwagen 1002 und am 02. Februar 1989 der Beiwagen 801 ein. Lackiert wurden sie in ihrer Farbgebung elfenbein/olympiablau. Diese drei Fahrzeuge bildeten im Jahr 1989 einen neuen Stadtrundfahrtzug, der jedoch nicht angenommen wurde. Präsentiert wurde die neue Straßenbahn zur Leipziger Frühjahrsmesse 1989 auf der Technischen Messe. 1989 erreichten Leipzig 12 Triebwagen und 4 Beiwagen, die am 14. Februar 1990 ihren ersten Linieneinsatz auf der Linie 21 hatten. Der Stadtrundfahrtzug wurde erst stückweise im Linienverkehr eingesetzt, nachdem der Fahrgast-raum wieder umgebaut wurde. Für den Beiwagen 801 im Jahr 1990, für die Triebwagen 1001 in 1993 und Triebwagen 1002 in 1993. Getestet wurde im ersten T6A2 auch eine Matrixanzeige. 1991 folgten 14 Triebwagen und 9 Beiwagen. Nun war der neue Fuhrpark der eckigen Straßenbahnen komplett. Die neuen Fahrzeuge besaßen große Fenster, wovon in der oberen Hälfte eine Schiebefenster eingebaut war. Der Fahrgastraum wurde in elfenbein gehalten und die Bestuhlung erfolgte umgekehrt als in den T4D/B4D. Das heißt, die Doppelreihe befand sich nun am Fenster. 1993 erfolgte eine technische Modernisierung und teilweise eine Neupolsterung. 1997 bis 1999 erhielten die Fahrzeuge ihre neue Farbgebung in enzianblau und melonengelb. In dem Sommerferien 2002 wurden die B6A2 im Fahrgastraum modernisiert. So wurden die Wände und Sitze in hellgrau und die Griffstangen in dunkelgrau lackiert und die Sitze erhielten ein dunkelblaues Polster, wie bei den T4D-M/B4D-M. Zudem wurden Klappfenster eingebaut. Eine spätere Modernisierung der T6A2 und eine Ausrüstung mit Lärmschutzblenden an beiden Typen war vorgesehen.

Im Sommer 2006 wurde der Beiwagen 803 nach einem Unfall abgestellt. Am 23. Juli 2007 folgten 24 Triebwagen und 11 Beiwagen. Ihren letzten Einsatz hatten die Züge 1025+1024 und 1028+814 am 30. November 2007 auf der Linie 8. Danach wurden sie auch abgestellt. Auf Grund eines Leasingvertrags konnten die Fahrzeuge weder ausgemustert noch verkauft werden. Der Triebwagen 1001 und Beiwagen 801 wurden im Museumsbestand aufgenommen und stehen im Straßenbahnhof Wittenberger Straße. Ende März 2011 wurden alle T6A2 und B6A2 in die Hauptwerkstatt Heiterblick überführt und im April selben Jahres verschrottet.

Mit dem Triebwagen 1001 wurde der 4000. Tatrawagen in die DDR geliefert.

Zum Einsatz kamen die T6A2/B6A2 im Laufe ihrer Zeit auf wohl allen Linien.

 
 
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