Der T4D (LVB-Typ 33) ist ein vierachsiger Hochflurtriebwagen auf Drehgestellen. Er hat eine Länge von 14,95 Metern und eine Breite von 2,20 Metern. Die Höchstgeschwindigkeit beträgt 55 km/h. Die Bauzeit fand in den Jahren 1968-1988 bei ČKD Tatra in Prag statt. Er hat 28 Sitzplätze und 50 Stehplätze. Im Einsatz sind keine Triebwagen.
 
Der B4D (LVB-Typ 65) ist ein vierachsiger Hochflurbeiwagen auf Drehgestellen. Er hat eine Länge von 14,95 Metern und eine Breite von 2,20 Metern. Die Bauzeit fand in den Jahren X bei ČKD Tatra in Prag statt. Er hat 28 Sitzplätze und 53 Stehplätze. Im Einsatz sind keine Beiwagen.
 

 
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Die Deutsche Demokratische Republik (DDR) war gezwungen, nach einem Spezialisierungsvertrag, der vom "Rat der gegenseitigen Wirtschaftshilfe" 1956 verabschiedet wurde, ihre neuen Straßenbahnen im CKD-Werk in Prag zukaufen. Dort lag nun die Konzentration des Straßenbahnbaus in den Ostblockstaaten. Für deutsche Verhältnisse wurde in der Tschechoslowakei der Typ T4D entwickelt und nur für Deutschland auch ein Beiwagen, der Typ B4D, der aber dann auch in anderen Ländern zum Einsatz kam. Der VEB Verkehrsbetrieb Leipzig wollte die Tatrawagen gar nicht, unter anderem, weil die Wagenlänge zu kurz war, der Fahrgastraum anders gestaltet war und die hohen Einstiege. Doch die LVB machte das beste daraus und entwickelte die Fahrzeuge weiter.

Am 31. Dezember 1968 traf der erste Triebwagen ein, der am 08. Februar 1969 abgenommen wurde und erstmals am 14. Februar auf der Linie 27 eingesetzt wurde. Ein paar Monate später, am 01. Juni, traf dann auch der Beiwagen ein, und auf Linie 27 konnte ein Tatrazug (Triebwagen + Beiwagen) gebildet werden. Um die Kapazität des Fahrgastraums zu erhöhen, erfanden die LVB den Tatragroßzug (Triebwagen + Triebwagen + Beiwagen). Eine weitere Erfindung ist, dass die Kontakte auf den Kupplungen so verändern wurden, das der Strom für die Traktionsbildung über die Kupplung läuft und somit mit nur einem angelegten Stromabnehmer gefahren werden kann. In anderen deutschen und ausländischen Betrieben war der Stromabnehmer des zweiten Triebwagens stets hochgefahren. Der erste TGZ konnte nun am 11. August 1970 auf Linie 27 in den Betrieb gehen. Mit 600 Triebwagen und 273 Beiwagen hatte der VEB die größte ausgelieferte Straßenbahnserie Deutschlands.

Mitte 1991 begann die Modernisierung eines T4D und B4D in der Hauptwerkstatt Heiterblick. Die Wagenkasten wurden auseinandergebaut und grundsaniert und dann wieder zusammengebaut. Sie erhalten neue Technik, wie automatische Zielfilme und Haltestellenanzeigen- und -ansagen, aber auch Klapp- und Schiebefenster und gepolsterte Sitze. Die Fahrerkabine erhielt zudem eine Klimaanlage. Am 16. März 1992 wurde im Betriebshof Paunsdorf die erste modernisierte Traktion aus zwei Triebwagen präsentiert, der Beiwagen folgte am 16. Juli - in den damaligen Unternehmensfarben olympiablau und elfenbein. Bis 1998 wurden 166 Triebwagen (2030-2099 und 2101-2197) und 45 Beiwagen bis 1998 modernisiert. 1996 bis 2002 wurde bei alle T4D-M eine Rückfahrtsteuerung eingebaut. 1997 bis 2006 wurden dann fast alle Trieb- und Beiwagen der neuen Lackierung enzianblau und melonengelb angepasst. 2001 wurden wieder T4D modernisiert und erhielten statt dem braunen einen hellgrauen Fahrgastraum mit dunkelblauen Sitzpolstern.

Am 21. Juli 2006 hatten die T4D/B4D ihren letzten Einsatztag auf den Linien 2 und 8.

Zum Einsatz kamen die T4D/B4D im Laufe ihrer Zeit auf wohl allen Linien.

 
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