Der NB4 (LVB-Typ 68) ist ein vierachsiger Niederflurbeiwagen mit Laufgestellen. Er hat eine Länge von 14,50 Metern und eine Breite von 2,20 Meter. Die Höchstgeschwindigkeit beträgt 60 km/h. Das erste von 38 Fahrzeugen wurde 2000 angeliefert, das letzte bis Ende 2001 bei Bombardier Transportation in Bautzen. Er hat 33 Sitzplätze und 46 Stehplätze. Im Einsatz sind 43 Fahrzeuge (901-943), nachdem 2013 fünf NB4 aus Rockstock gekauft wurden.
 

 
Klick einen Button Deiner Wahl an - beispielsweise "Stadtzentrum" für alle Haltestellen und Endstellen um den Promenadenring oder "Lützner Straße" für alle Haltestellen und Endstellen entlang dieser Straße und sehe mehrere Bilder zu Einsätzen des NB4.
 
                                   
 
Um das Niederflurangebot auch auf den Tatra-Linien zu ermöglichen, entschieden sich die Leipziger Verkehrsbetriebe für den Kauf von Niederflurbeiwagen. Dies erfolgte gemeinsam mit der RSAG (Rostocker Straßenbahn AG) bei Bombardier Transportation - Leipzig bekam 38 und Rostock 22, macht zusammen 60 Fahrzeuge. Bei uns kommen die NB4 hinter die T4D-M und in Rockstock hinter die T6A2, so musste ein Kompromiss in der Form des Wagenkastens gefunden werden. Der erste NB4 wurde im September 2000 nach Leipzig geliefert und zum LVB-Herbstauftakt am 23. September 2000 der Öffentlichkeit erstmals vorgestellt. Der erste Linieneinsatz erfolgte am 06. Oktober 2000 auf der Linie 15. Zum neuen Liniennetz am 27. Mai 2001 waren sie auf den Linien 7, 11 und 15 unterwegs.
 
 
Die NB4 hatten mit Einführung aber auch einige Neuheiten. Dazu gehörte eine Matrixanzeige, gegenüber den bisherigen Filmbandanzeigen; eine Videoüberwachung; eine Notsprechstelle, um Kontakt mit dem Fahrer aufnehmen zu können; und harte Sitze.
Die Fahrzeuge hatten mit der Zeit große Probleme und konnten nicht mehr flächendeckend eingesetzt werden. Gründe waren unter anderem die schlechten Fahreigenschaften und das sich Wasser zwischen den Doppelverglasten Fensterscheiben bildete. Durch die HU ab 2008 konnten alle Probleme behoben werden.
 
Ausgelegt sind die NB4 für eine Dauer von 20 Jahren, was also bis 2020/2021 wäre. Um die Beiwagen nach Ausmusterung der Tatrawagen weiterhin nutzen zu können, wurde 2009 eine Garnitur mit dem NGT8 erprobt. Allerdings waren sie nur mechanisch und nicht elektrisch verbunden. Der NGT8 1101 erhielt eine Kupplung mit elektrischem Teil, damit er einwandfrei mit dem NB4 906 gekuppelt und versorgt werden kann. Passend erhielt er auch eine silberne Farbgebung. Auch Umrüstungen im Wagenkasten des Niederflurgelenktriebwagens waren erforderlich, da er nicht für einen Beiwagenbetrieb konstruiert wurde. Im Linieneinsatz ging er am 02. August 2014 auf Linie 7 und wurde ein Jahr lang getestet. Zwischendurch war er auch auf den Linien 3 und 4 im Einsatz. Danach wurde ausgewertet, wie sich technisch und im Fahrgastverkehr diese Garnitur macht. Es wurde entschieden, weitere NGT8 für einen Beiwagenbetrieb umzurüsten. Insgesamt sollen 33 Züge (NGT8+NB4) gebildet werden. Zurzeit befinden sich die NB4 in der Haupt-untersuchung und erhalten das neue Farbkleid.
 
 
Im Frühjahr 2013 kauften die LVB fünf NB4 von der RSAG (Rostocker Straßenban AG), da alle B4D-M bis November 2012 ausgemustert worden und um weiterhin Großzüge bilden zu können. Angepasst wurden sie an die Leipziger Verhältnissen, wie Spurweite, Technik und Farbgebung. Sie erhielten die Wagennummer 939-943. Ein Kauf von weiteren Fahrzeugen ist nicht vorgesehen.
 
Im Einsatz sind die NB4 hauptsächlich auf den Linien 1 (außer sonntags), 3, 4, 7, 8 und 11 (außer am Wochenende).
 
 
zurück zu Bahnen